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#2  Vent -> Naturns   41 km, 1280 hm

Weg zum Martin Busch Haus Martin Busch Haus Geröllpfad zum Similaun Gletscher Letzter Anstieg zum Gletscher Schneegestöber am Similaun Gletscherspalte voraus Expedition ins Eis Abstieg vom Similaun 500 hm Abstieg, besser gesagt Kletterpartie Serpentinentrail ins Schnalstal Serpentinentrail ins Schnalstal verregnete Ankunt am Vernagt Stausee

 

Ausgeruht geht es in die 2. Runde. Das es regnet, finden wir allerdings nicht witzig. Petrus auch nicht und daher stellt er das Sauwetter nach kurzer Zeit ein und schickt die Sonne raus. Und so geht es ab Vent (1898 hm) auf einem breiten Wanderweg Richtung Martin Busch Hütte (2501 hm).

Ab der Martin Busch Hütte (2501 hm) ändert sich der Weg dann schlagartig. Soll heißen, Fahren einstellen und auf Wanderbetrieb umstellen. Es liegen 500 hm Schiebeetappe zur Similaun Hütte (3019 hm) vor uns. Den Similaungletscher vor Augen, trotten wir Stück für Stück Richtung Passhöhe.

Dann verschärft sich der Pfad und steile Anstiege, durchsetzt mit losem Geröll, kosten ganz schön
Substanz. Zu allem Glück kommt jetzt wieder Regen hinzu.

Ab 2800 hm schlägt der Regen um in Schneetreiben, oha. Wir haben den Gletscher vor uns und müssen auf diesem ca. 200 m hinter uns bringen, ein Kinderspiel. Zu früh gefreut, das wir hierbei auch eine Gletscherspalte queren müssen, war so nicht geplant. Nachdem was man erkennen konnte, war die Spalte nicht sonderlich tief, und auch die Breite war übersichtlich, trotzdem schlägt einem das Herz bis zum Hals.

Höhenprofil

Also erstmal sondieren, wo der einfachste Übergang ist und drüber. Dann wird es wieder richtig sportlich. Die letzten Höhenmeter zur Similaun Hütte (3019 hm) arten nochmals zu einer kraftraubenden Kletterei aus. Endlich an der Hütte angekommen, legen wir erstmal eine Pause ein. Aufwärmen und Kohlehydrate nachlegen ist die Devise, denn was jetzt kommt, fordert Mensch und Maschine maximal. Von 3019 hm geht es bis auf  530 hm runter nach Naturns. 2500 hm Downhill am Stück, davon 1400 hm und 7 km auf Geröll und Wiese. Die ersten 500 hm nach der Hütte legen wir schiebend und tragend zurück. 500 hm auf 500m, Fragen? Dann erreicht der Trail auch wieder für uns fahrbaren Charakter und zur Begleitung fängt es an aus allen Kübeln zu regnen. Ab ungefähr 1900 hm geht der Geröll- in einen Wiesentrail über. Der Regen macht aus dem Untergrund eine Matsch- und Schlammlandschaft. Der Trail wird zu einer Rutsche, glatt wie Schmierseife und es folgen zig Abflüge. Vollkommen durchnässt und von oben bis unten eingesaut  kommen wir am Vernagt Stausee (1684) an. Ursprünglich war geplant, von hier aus die Trails ins Vinschgau zu fahren. Der Plan hat aber keine Gültigkeit mehr, auf Asphalt geht es frierend und schlotternd Richtung Ziel nach Naturns (530).
Aber auch heute gilt: trotz Regen, Matsch und diversen Bauchlandungen ein klasse Fahrtag.

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