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Heute gibt es großes Kino. Letzter Tag, große Ausfahrt, die Tour wird uns über St. Ulrich, den Grödner Höhenweg zur Seceda und entlang der Geislergruppe in einem großen Bogen zurück nach Wolkenstein bringen.
Über verschiedene Wege geht es in einem ständigen Auf und Ab von Wolkenstein über St. Christina nach St. Ulrich. Die Route verläuft immer oberhalb der 242 und bringt uns zunächst an den tiefsten Punkt der Tour, ins Annatal. Jetzt kommt der lange Anstieg (9er, 9a, 10 und 35er), von 1300 hm auf knapp über 2100 hm zieht der Weg – immer fahrbar - zuerst auf Asphalt, dann Schotter, hoch zur Saltner Hütte. Zwischenstopps werden mit fantastischen Ausblicken auf Sellastock, Lang- und Plattkofel belohnt. Auf der Saltner Hütte werden dann mit Kaiserschmarrn die leeren Energiespeicher wieder aufgefüllt, danach noch eine Weile die Seele baumeln lassen und weiter geht es auf dem Grödner Höhenweg zum Broglessattel.
Und nun? Auf dem markierten 5er abwärts zur Mittelstation der Seceda Seilbahn oder noch ein paar Meter über die Alm hoch zum Kreuz (2150 hm) und den nicht markierten Trail am Hang der Seceda nehmen. Ich dränge auf letzteres, in dem Wissen, dass meine Vorschläge bis jetzt nicht so der Brüller waren. In dem Fall passt alles, wir finden einen verschlungenen Wurzeltrail, der einem einiges abverlangt, sowohl uns als auch den Bikes. Uns platzt bald der Kopf vor breitem Grinsen – genau für so was hat der gute Freiherr von Drais das MTB erfunden – indirekt hat er ja irgendwie schon. Der Wurzeltrail endet jäh an einem Abhang der finalen Sorte. Über einen kleinen Abstieg kommen wir zurück auf den 5er und zirkeln zur Seceda Mittelstation (1680). Knappe 500 Tiefenmeter Trailfun liegen hinter uns. Mit der Seilbahn lassen wir uns auf die Seceda bringen, Weitsicht auf 2400 hm und Zeit für Fotoshootings.
Letzter Abschnitt, 900 hm Abfahrt auf Bergpfaden und Schotterwegen liegen vor uns. Wir nehmen den 1er und 6er vorbei an der Panascharte, weiter auf schmalem Geläuf über den 2b immer am Hang der Geislergruppe entlang. Jetzt geht es in den Sinkflug, 13b und 13er, vorbei an der Regensburger Hütte driften wir ab ins Tal. Es folgt der finale kurze Anstieg auf dem 3er zur Juachütte, und ein kurzes, aber prägnantes metallisches „Pling“ ertönt von meinem Heck. Nicht gut. Metallisch klingende Plings, die von der Nabe kommen sind nie gut, der Freilauf hat sein Leben ausgehaucht. Und wir haben noch einige Meter Abfahrt vor uns.
Ein kleiner technischer Diskurs: der versierte Leser weiß, was ein krepierter Freilauf für Folgen hat. Entweder ganz langsam pedalieren oder mittreten bis die Gelenke glühen, auf die Gefahr hin, dass es einem die Waden schreddert. Nicht so, hat der Glückliche – meiner einer – einen Hammerschmidtantrieb. Denn: das Kettenblatt in der Hammerschmidtkurbel rutscht in Fahrtrichtung durch – konstruktionsbedingt. Bei einem defekten Freilauf übernimmt somit die Getriebekurbel die Funktion. Rasselt halt heftig, dafür hören einen wenigstens die Wandersleut.
Zurück zum Text. Über den Kreuzweg – Weg 17a – kommen wir schließlich wieder zurück nach Wolkenstein. Mit einer Hammertour, auf jeden Fall „best of-würdig“, beenden wir unseren Dolomiten-Trip – alles richtig gemacht!
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